Unter der
Überschrift „Drogenpolitik in Baden-Württemberg – wohin führt uns der Weg?“
führten die Ortsverbände der Jungen Union (JU) in Billigheim, Elztal und
Mosbach eine Veranstaltung innerhalb ihrer gemeinsamen Veranstaltungsreihe „Im
Dialog mit den Entscheidungsträgern“ im Landgasthof „Zur Pfalz“ in Dallau
durch. Hierzu konnten die drei JU-Verbände mit dem Heilbronner
CDU-Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Dr. Bernhard Lasotta einen
kompetenten Gesprächspartner in ihrer Mitte willkommen heißen. Neben den
zahlreichen Zuhörern, konnte der Elztaler JU-Vorsitzende Dominic Bergmann den
stellv. JU-Bezirksvorsitzenden Alexander Rechner (Mosbach) und den Elztaler
CDU-Vorsitzenden Christoph Schauder begrüßen.
Zu Beginn des Gesprächs folgte ein Impulsreferat
von Dr. Lasotta. Der aus Bad Wimpfen kommende Landtagsabgeordnete übt neben
seinem Mandat eine 50-Prozent-Stelle als Anästhesist in einem Heilbronner
Krankenhaus aus. Wichtig war ihm dabei, seinen Vortrag möglichst kurz zu halten
und vielmehr in eine Diskussion überzugehen, die anschließend unter Moderation
des Mosbacher JU-Vorsitzenden Sebastian Frank intensiv erfolgte.
Wenn man von Drogenpolitik spreche, würden meistens
nur die illegalen Drogen angesprochen, so beschreibt Dr. Bernhard Lasotta die
Herausforderung der Drogenpolitik.
Allein in Baden-Württemberg gebe es 250 000 Alkoholabhängige, zwei Millionen
Nikotinabhängige, 150 000 Medikamenten-abhängige, und 20 000 verfallen den so
genannten illegalen Drogen wie Haschisch, Marihuana und LSD. Die Abhängigkeit hat
nach dem Dafürhalten Dr. Lasottas meist psychische Störungen als Ursachen, wie
Depressionen oder auch unter Umständen Schizophrenie.
Diese Tatsache müsse bei der Suchtproblematik vielmehr in den Fokus gerückt
werden und sei bei einer optimalen Betreuung auch von elementarer Bedeutung.
Das primäre Ziel bei
allen Aktivitäten des Landes Baden-Württemberg müsse die Suchtfreiheit sein,
die bei allen Behandlungen im Vordergrund stehen müsse, verdeutlichte Dr.
Lasotta ausdrücklich. Wobei für das Land Baden-Württemberg die Grundsätze
„Prävention und Aufklärung“ von Kindern und Jugendlichen zumeist in den Schulen
und auch schon in Kindergärten, „Repression“ durch polizeiliche Behörden und die
„Behandlung mit dem Ersatzstoff Methadon“ im Vordergrund stünden.
Dr. Lasottas Ausführungen
warfen eine rege Diskussion auf, wobei auch das aktuelle Thema Landesnichtraucherschutzgesetz
(LNRSchG) im
Fokus stand. Dr. Lasotta betonte dabei die Intentionen und Auswirkungen dieses
Gesetzes. Dieses sieht neben einem Rauchverbot in Behörden,
Dienststellen und sonstigen Einrichtungen des Landes und der Kommunen, in
Schulen, Tageseinrichtungen für Kinder, Jugendhäusern, Krankenhäusern und
Pflegeeinrichtungen, auch einen umfassenden Nichtraucherschutz in den
Gaststätten vor. Bei Nikotinkonsum
müsse man auch bedenken, dass bis zum 21. Lebensjahr das Gehirn eines Menschen
noch reifen würde, und der Drogenkonsum einen schädlichen Einfluss darauf hat,
gab Dr. Bernhard Lasotta zu bedenken.
Ein weiteres zentrales Diskussionsthema waren die
so genannten „Flat-Rate-Partys“, welches rege besprochen wurde. Dr. Lasotta
verdeutlichte dabei, dass bereits das geltende Recht gute
Handhabungsmöglichkeiten biete, ehedem der Billigheimer JU-Vorsitzende Mischa
Waldherr, MdL Dr. Bernhard Lasotta mit einem Präsent für das informative
Gespräch herzlich dankte.
[25.07.2007]